Robin Meyer-Lucht mit einem guten Kommentar zu Öffentlichkeiten im Netz und warum weder Habermas noch Kulturstaatsminister Bernd Neumann sie richtig verstehen. Im Kern geht es dabei um die Frage, der ich auch in meiner Magisterarbeit nachgespürt habe: Bilden sich im Netz Mechanismen der Zuschreibung von Relevanz heraus, die zu einer “kohärenten Informationssphäre führen” (Benkler)?
Wie wird das Thema Genfood in Zeitungen und in Netzmedien verhandelt? Die Ergebnisse der Studie von Dieter Rucht, Mundo Yang und Ann Zimmermann vom WZB wurden schon teilweise im Band Netzöffentlichkeit und digitale Demokratie veröffentlicht. Jetzt aber gibt es dazu auch eine Monographie mit etwas mehr Theorie und vor auch Einblick in die interessante Anlage der Studie. Sie haben die Netzöffentlichkeit nämlich nicht von der Angebotsseite erschlossen, sondern von der Nutzerseite aus:
Rucht, Dieter, Mundo Yang und Ann Zimmermann. (2008). Politische Diskurse im Internet und in Zeitungen: Das Beispiel Genfood (1. Aufl ed.). Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften. Beschreibung | Inhaltsverzeichnis (pdf)
Das immer wieder gute Internet-Journal FirstMonday hat eine Sonderausgabe zu Sozialen Netzwerken im Netz herausgebracht: The dynamics of Web-based social networks. Dabei u.a. eine Einführung von Jennifer Golbeck und ein Artikel zu Uses-And-Gratifications bei Facebook-Nutzern von Brett Bumgarner.
Von der Online-Offensive der Axel Springer Verlags (”Online first“) sollte ja besonders Welt Online profitieren. Nach dem Start Ende 2006 im neuen integrierten “Newsroom”, in dem Print- und Online-Redakteure gemeinsam sitzen und alle Artikel sofort ins Netz stellen, gingen die Nutzerzahlen tatsächlich schnell hoch: 40% mehr Seitenabrufe konnte das Angebot für den Januar 2007 verkünden. Dann der Relaunch im Februar. Aber: Danach ging es erstmal bis April wieder bergab, zurück etwa auf die Ausgangszahlen vom Oktober 2006 - vor “Online first”, vor dem Relaunch. Also alles ein Reinfall?
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Die ZDFMediathek gibt es ja schon eine ganze Weile. Jetzt wurde sie - glaube ich - nochmal aufgehübscht und wesentlich umfangreicher ausgestattet. Es gibt nun einen Großteil der ZDF-Sendungen online und sogar RSS-Feeds für die einzelnen Formate. (Findet man aber nicht leicht, irgendwo unten links ist ein RSS-Symbol. Ausserdem gibt es hier alle ZDF-Feeds.) Ich vermute, dass diese Entwicklung auch mit einer Einigung mit der GEMA zusammenhängt. Jedenfalls bietet das ZDF nun auch viele Sendungen und Clips über YouTube an. Das gefällt mir alles sehr gut!
Huuih, die Polemiken auf den Prenzlauer Berg und seine neueren Bewohner nehmen deutlich zu. Neulich beim Kantinenlesen Heiko Werning, der - wie ich gerade sehe - für die taz “Reptilienfonds” schreibt, mit einem bitterbösen, aber ungemein lustigen und stimmigen Weddinger Blick auf den Prenzlauer Berg. Für das ZEITMagazin hat nun Henning Süßebach eine Polemik geschrieben, die wohl eigentlich eine Reportage sein soll. Aber dazu setzt er sich nicht genug mit den (auch eigenen) Widersprüchlichkeiten auseinander. Aber natürlich viel Wahres dabei. Also: Kann man lesen (via Hauptstadtblog).
Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich meine Magisterarbeit abgegeben habe. Jetzt gibt es auch hier eine kleine Zusammenfassung, das Inhaltsverzeichnis und - na klar - den ganzen Text als pdf: Weblogs und ihre Öffentlichkeiten. Zur Aushandlung von Relevanz im Internet (direkt zum pdf, 2.1 MB hier).